Holt die Kinder ans Brett!
Am Donnerstag, 11. Juni 2026 waren Kornelius Renk, ich selbst und meine Frau Erika wieder zu Gast in der Von-Fincke-Schule in Soest. Dort werden sehbehinderte und blinde Kinder von der Klasse 5 bis Klasse 8 unterrichtet.
Seit einigen Jahren besteht ein guter Kontakt zu dieser Einrichtung. Einmal jährlich werden wir vom Bezirk West des DBSB zu einer Trainings- und Sichtungsmaßnahme eingeladen. Acht Kinder nahmen dieses Jahr teil. Die Sozialarbeiterinnen Regina und Birgit hatten im Kursraum bereits alles Nötige vorbereitet und schöne Holzbretter ausgelegt, die vom Schachverein Soest freundlicherweise zur Verfügung gestellt worden waren.
Gegen 14:30 Uhr waren alle an den Brettern und im ersten Schritt wurde der Kenntnisstand abgefragt. Drei Schüler erklärten, schon gute Vorkenntnisse zu haben. Ihnen gab ich Aufgaben aus praktischen Partien und aus dem Bauerndiplom des DSB zum Tüfteln. Den anderen beschrieb ich die Gangart der Figuren und stellte leichte Mattaufgaben. Mit einiger Unterstützung von Kornelius und mir fanden die Kinder die Lösungen, was sie sichtlich erfreute.
Nicht schlecht staunte ich, als die drei erfahreneren Kinder sämtliche Aufgaben in kurzer Zeit bravourös lösen konnten. Dabei bewiesen Sie durchaus ihre taktischen Fähigkeiten, eine Partiestellung vorteilhaft fort zu setzen!
In der Pause zeigte Rosi, dass sie nicht nur Schach spielen kann, sondern gab eine Kostprobe ihres Talentes am Klavier.
Im zweiten Teil forderte Kornelius die Kinder zu einem Simultanmatch heraus, das alle begeistert annahmen. Besonders Emilia, Rosi und Velad boten ihm Paroli und zeigten, was sie konnten. Kurz nach 17 Uhr nahm die Veranstaltung ihr Ende. Einige Kinder waren stolz wie Bolle, als Kornelius ihnen ein Remis anbot, das sie natürlich freudestrahlend annahmen. Nachdem die Kinder abgeholt worden waren, wurden auch wir drei zum Bahnhof gebracht. Eine Wiederholung ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Fazit:
Auch wenn die Kenntnisse der Schüler sehr unterschiedlich sind, so sind doch immer mal wahre Perlen darunter. Sie zu entdecken und zu motivieren, weiter zu machen, lohnt den enormen Zeitaufwand allemal. Die Kinder sind durchaus begeisterungsfähig und nehmen Hinweise und Ratschläge an. Lob und kleine Erfolge wirken oft Wunder!