Deutsche Einzelmeisterschaft – Kandidatenturnier
von Mirko Eichstaedt
Vom 19. bis 25.07.2026 fand in Dresden die 97. Deutsche Einzelmeisterschaft (Kandidatenturnier) im Rahmen des Deutschen Schachgipfels statt.
Es handelte sich hier um meine dritte Teilnahme, leider ohne Trainer, da dieser kurzfristig abgesagt hatte.
Das Turnier fand im Internationalen Kongresscenter direkt neben dem Maritim-Hotel, in dem ich untergebracht war, statt. Das Turnier hatte 38 Teilnehmer, mein Startrangplatz war die Nummer 27. Am Ende des Turniers stand ich mit vier Punkten aus neun Runden auf dem 25. Platz.
Der Start begann nicht so gut. Ich musste gleich zweimal „hinter mich greifen“. Darauf folgten zwei Siege, u. a. gegen den letztjährigen Sieger der Offenen Deutschen Einzelmeisterschaft der Schachspieler mit Behinderung, Mario Born. Die weitere Phase des Turniers hatte einige langweilige Ergebnisse bei mir, wenn es auch keine uninteressanten Partien waren. In den Runden 5 bis 8 remisierte ich. In der letzten Runde gab es die Chance, dass Ergebnis meiner letzten Teilnahme zu verbessern. Leider gelang mir das gegen den sechsten FM des Wettbewerbs nicht und ich verlor.
Mit den Ansagen und den Besonderheiten des Zwei-Brett-Spiels gab es mit meinen Gegnern und mir keine Probleme. Leider lief die Organisation nicht optimal. Es war kein gesonderter Platz vorbereitet. Ich habe dann am Brett 1 als „Festbrett“ gespielt, wo zwar ausreichend Platz für mein Brett und die Lampe waren, aber die Uhr war auf der „falschen“ Seite platziert und festgeklebt, sodass ich in jeder Runde die Tischbeide des eigenen und des Nachbartisches vor mir hatte. Eine Verschiebung von Brett und Uhr bzw. eine Platzierung der Uhr auf der anderen Seite, die jeweils dieses Problem gelöst hätten, wurde von der Turnierleitung nicht durchgeführt.
Auch nach der letzten Partie gab es ein Problem, was dazu führte, dass ich nicht am Galaabend teilnahm. Im Allgemeinen sind Plätze für die Spieler vorgesehen, nicht nur von der Deutschen Meisterschaft, sondern auch beispielsweise von der DSAM. Hierbei war es bei meinen bisherigen Teilnahmen zusätzlich möglich, mehrere Karten für Begleitpersonen käuflich zu erwerben. Nach meiner Information haben etwa zehn Spieler des Kandidatenturniers (allgemein und Frauen) die Teilnahme am Galaabend abgesagt. Sicherlich gab es weitere Absagen durch die Spieler der anderen Turniere des Schachgipfels. Nach Aussage der Turnierleitung war es dennoch nicht möglich, Karten für mehrere Begleitpersonen bereitzustellen.
Insgesamt war diese Meisterschaft eine ordentliche Erfahrung für mich. Ich freue mich auf zukünftige Teilnahmen mit hoffentlich besseren Leistungen meinerseits.