Pokalniederlage in Weimar gegen TSG Oberschöneweide

von Gerhard Dyballa, Pressewart des DBSB

 

Am Samstag, dem 24. Januar, spielte der Deutsche Blinden- und Sehbehinderten- Schachbund (DBSB) in der Vorrunde der Deutschen Pokalmannschaftsmeisterschaft 2026 im Bürgerzentrum Weimar West gegen die starke Mannschaft der TSG Oberschöneweide.

 

Nach der Reform der 2. Bundesligen und Oberligen in der Saison 2024/25 spielt die erste Mannschaft unseres Gegners in der Landesliga, Berlins höchster Spielklasse. Vorher hatte sie viele Jahre in überregionalen Ligen, hauptsächlich der Oberliga Nord Ost, gespielt.

 

Leider bestritten wir den Kampf nur zu dritt, da ein vorgesehener Spieler des DBSB kurzfristig nicht nach Weimar kommen konnte. Aus diesem Grunde gewann der Spieler der TSG Oberschöneweide am 3. Brett kampflos.

 

Unser Bundestrainer begleitete uns bei diesem Pokalkampf und analysierte am Abend im Hotel mit uns die Partien.

 

Im Bürgerzentrum fanden wir sehr gute Voraussetzungen vor. Der DBSB hatte durch die Auslosung bedingt an den Brettern 1 und 4 die weißen und am Brett 2 die schwarzen Steine. Die gegnerische Berliner Mannschaft war uns sowohl Elo- als auch DWZ-mäßig deutlich überlegen.Alle Partien gingen über die 40-Züge-Bedenkzeitkontrolle hinaus und wurden hart ausgekämpft. Am Ende verloren wir den Kampf mit 1:3.

 

Olaf Dobierzin glich am 2. Brett gegen Markus Schöwel (Elo 2132, DWZ 2145) in der Eröffnung die Stellung aus. Im Übergang vom Mittelspiel zum Endspiel fand Dobierzin aber einen Turmzug auf der Randlinie nicht und gab die Partie auf, nachdem zwei gegnerische Bauern fast zur Umwandlung kamen.

 

Der Berichterstatter Gerhard Dyballa spielte am 4. Brett eine interessante Partie gegen Jan Zur (Elo 2150. DWZ 2139). Nach einem langen Kampf verlor ich die Partie. Zuerst spielten wir schnell die ersten Eröffnungszüge herunter. Dann verbrauchte ich im komplizierten Mittelspiel sehr viel Zeit und für die letzten Züge vor der Zeitkontrolle stand mir nur noch eine bis zwei Minuten Restbedenkzeit. Im 40. Zug tauschte ich die Türme. Mein Gegner schlug mit der Dame zurück und drohte mir mit einem Matt in einem Zug oder meine ungedeckte Dame zu schlagen. Nach dem erzwungenen Damentausch ging sein Randbauer unaufhaltsam nach vorne, da mein König nicht im Quadrat gestanden hatte.

Dominik Müller spielte am 1. Brett gegen FM Dirk Rosenthal (Elo 2367, DWZ 2353) am längsten und konnte einen Sieg verbuchen. Schon im Mittelspiel entstand eine Stellung, in der Müller die Dame opfern konnte und dafür mit einem Springer und einem Läufer Matt hätte setzen können. In einem hoffnungslos verlorenenEndspiel gab sein Gegner die Partie auf.